Digitaler Zwilling Kaimauern und Niedrig-Aufwand

Erweiterung des Digitalen Zwillings Haupthafenroute

Neue Teilprojekte: AssetErweiterung Kaimauer und Niedrig-AufwandDigitaler Zwilling 

Im Projekt Digitaler Zwilling Haupthafenroute steht der nächste Schritt der Asset‑Erweiterung bevor: Die Kaimauer soll als weiteres digitales Asset in das bestehende System integriert werden.

Nachdem ein Straßenabschnitt und drei Brücken bereits erfolgreich digital abgebildet wurden und dabei deutliche Mehrwerte für das Infrastruktur‑ und Bauwerksmanagement sichtbar geworden sind, wird nun die Erweiterung um eine der umfangreichsten und zugleich heterogensten Bauwerksgruppen der Hafeninfrastruktur vorangetrieben. Mit einer Gesamtlänge von über 40 Kilometern kommt der Kaimauer eine zentrale Bedeutung für den Hamburger Hafen zu. 

Die digitale Infrastruktur des Projekts ist inzwischen so weit etabliert, dass zusätzliche Bauwerkskategorien effizient eingebunden werden können. Auf dieser Grundlage wird aktuell die Konzeption für die digitale Modellierung der Kaimauer erarbeitet. Ziel ist es, diese künftig ebenso strukturiert, vollständig und modellbasiert abzubilden wie die bereits implementierten Assets und damit eine konsistente Erweiterung des bestehenden Digitalen Zwillings zu ermöglichen. 

Mit der Einbindung der Kaimauer als Asset wird der Digitale Zwilling konsequent auf dem Weg zu einem umfassenden, interoperablen Abbild der gesamten Haupthafenroute weiterentwickelt. Die geplante Erweiterung zahlt unmittelbar auf die langfristige Zielsetzung ein, sämtliche wesentlichen Elemente der Hafeninfrastruktur modellbasiert zu erfassen und über ihren gesamten Lebenszyklus digital zu unterstützen. 

Des Weiteren leistet das neue Teilprojekt „Niedrig-Aufwand‑Digitaler Zwilling“ einen wichtigen Beitrag zum Digitalen Zwilling Haupthafenroute. Aktuell wird hier ein Arbeitspaket zur kosteneffizienten Erstellung von IFC‑Modellen bearbeitet, die eine zentrale Grundlage für die Initialisierung Digitaler Zwillinge darstellen. Vor dem Hintergrund, dass eine vollständig händische Modellierung, insbesondere bei Bestandsbauwerken, häufig mit hohem Zeit‑ und Kostenaufwand verbunden ist, werden im Projekt alternative Ansätze zur deutlichen Reduzierung des Modellierungsaufwands untersucht. 

Im Fokus stehen dabei unter anderem die automatische oder semi‑automatische Erzeugung von IFC‑Modellen auf Basis vorhandener Bauwerksdaten sowie der Einsatz unterschiedlicher vermessungstechnischer Grundlagen wie Punktwolken oder Oberflächen als geometrische Basis. Die Ergebnisse dieses Teilprojekts sollen den Einstieg in Digitale Zwillinge erheblich vereinfachen und die Wirtschaftlichkeit der Modellbereitstellung insbesondere für Bestandsbauwerke nachhaltig verbessern. 

Insgesamt unterstreichen beide Teilprojekte den strategischen Anspruch, den Digitalen Zwilling Haupthafenroute sowohl inhaltlich als auch methodisch weiterzuentwickeln und als zukunftsfähige, wirtschaftliche und ganzheitliche Grundlage für das digitale Infrastrukturmanagement des Hamburger Hafens zu etablieren.