2025: Erfolgreicher Abschluss aller Projektziele und Durchbruch in der Softwareentwicklung 

2025 war ein entscheidendes Jahr für das Projekt „Digitaler Zwilling Haupthafenroute“. Um das Erhaltungsmanagement von Infrastrukturbauwerken nachhaltig zu modernisieren, haben das Bundesministerium für Verkehr, BIM.Hamburg und die Hamburg Port Authority das Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, mithilfe digitaler Technologien den Zustand von Brücken und Straßenabschnitten transparent, aktuell und zentral verfügbar zu machen und damit die Planung und Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen zu optimieren. 

Wir als BIM.Hamburg sagen Danke: 
an das Bundesministerium für Verkehr, die Hamburg Port AuthorityMKPm2ing und PatientZero Games für die hervorragende Zusammenarbeit, das Engagement und das gemeinsame Voranbringen des Digitalen Zwillings.

In der modellbasierten Bauwerksprüfung wurden die vereinbarten Projektziele übertroffen: zusätzlich zur digitalen planbasierten Bauwerksprüfung an drei Bauwerken und der digitalen, modellbasierten Prüfung der Veddelkanalbrücke haben wir in der Hamburg Port Authority modellbasierte Prüfungen an Teilbauwerken der Freihafenelbbrücke und der Neuen Bahnbrücke Kattwyk durchgeführt. Damit wurden wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der modellbasierten Bauwerksprüfung gewonnen und durch m2ing umgesetzt. Darüber hinaus hat m2ing alle Weiterentwicklungen der digitalen, planbasierten Bauwerksprüfung innerhalb des Projektes erfolgreich umgesetzt. 

Die Softwareentwicklung für die Initialisierung und den Betrieb der Objektzwillinge ist gestartet. Die Software ist ein sehr wichtiges Element des Gesamtprojekts und wird durch MKP umgesetzt. Sie ermöglicht künftig, dass Digitale Zwillinge unterschiedlicher Bauwerkstypen einheitlich initialisiert und betrieben werden können. Damit ist der Grundstein für die assetübergreifende Skalierung Digitaler Zwillinge gelegt. Die Mockups sind abgeschlossen und erste Module fertiggestellt. Diese bilden die Grundlage für die Systemintegration und den geplanten Testbetrieb ab 2026.  

Die BIM-Modelle für die Köhlbrandbrücke, die Freihafenelbbrücke, die Veddelkanalbrücke sowie den Straßenabschnitt Veddeler Damm wurden erfolgreich fertiggestellt und stehen zur Integration in die Objektzwillinge und den übergeordneten Systemzwilling bereit. Der Systemzwilling wird alle Objektzwillinge vernetzen und eine aggregierte Zustandsbewertung sowie zentrale Datenverfügbarkeit ermöglichen.  

PatientZero Games wurde als letzter großer Projektpartner gewonnen. Das Unternehmen bringt umfassende Expertise in 3D-Visualisierung und interaktive Plattformen ein und entwickelt den Systemzwilling, in dem alle Objektzwillinge zusammengeführt werden. Ein weiterer Meilenstein ist die Veröffentlichung der digitalen Erlebniswelt. Sie bietet Einblicke in den Projektfortschritt, Expertenvideos und macht die Vision des Digitalen Zwillings erlebbar: https://digitalerzwilling-haupthafenroute.de  

Hamburg schafft eine Blaupause für die Entwicklung Digitaler Zwillinge, die das Erhaltungsmanagement von Infrastrukturbauwerken innoviert und erzeugt damit bundesweite Strahlkraft. Die bevorstehende Systemintegration schafft die Grundlage für ein vernetztes, datenbasiertes Infrastrukturmanagement entlang der Haupthafenroute. Weitere Schritte zur Einbindung zusätzlicher Zustandsdaten und zur Optimierung der Schnittstellen sind bereits in Planung. Begleitend zur technischen Entwicklung fanden zwei Workshops zum Einsatz des Digitalen Zwillings im Erhaltungsmanagement statt. Am 15. Mai 2025 diskutierten Expertinnen und Experten aus Bund, Ländern und Praxis, wie digitale Modelle künftig den Zustand von Straßen und Brücken effizienter erfassen und bewerten können. Der Folgeworkshop am 19. November 2025 vertiefte den Austausch und präsentierte praxisnahe Mehrwerte. Beide Treffen zeigten: Der Digitale Zwilling entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zentralen Werkzeug für die Erhaltungsplanung.